Der Chor der Dreifaltigkeitshauptpfarrkirche von Balassagyarmat ist von 1974 tätig unter den Namen Sankt Felician. Er hat seinen Namen von einem auf dem Nebenaltar im Glassarg ruhenden römischen Märtyrer.

Alter von Sankt Felician
Über das Leben von Sankt Felician haben wir leider keine konkreten historischen Angaben, seine Leiche kam aus den römischen Katakomben zum Vorschein. Er war ein Märtyrer, der in der Zeit der großen Christenverfolgung umgebracht war. Er wurde zum Tode gesteinigt, wovon die brechen an seinem Schädel zeugen. Am meisten ist es wahrscheinlich, dass er ein römischer Soldat war, der sich taufen ließ, dies beweisen auf dem Altar an beiden Seiten stehenden Gipsfiguren: links Sankt Florian (der ebenso ein römischer Soldat war und starb als Märtyrer im Jahre 304, in der Zeit der Christenverfolgung von Diocletianus); rechts steht die Figur von Longinus (er war römischer Hauptmann, der bei der Kreuzigung Christi da war, und sich später unter seiner Wirkung bekehrt hat).
Die Körperreliquie von Sankt Felician bekam Graf Pál Balassa geschenkt - der Herr mehreren oberungarischen Kirchen war - vom Papst Klement XIII. Die Reliquie war zuerst in der Burg von Kékkő bewahrt, dann später zur öffentlichen Ehrenausstellung wurde sie am 20. August 1759, in einem Glassarg auf dem Nebenaltar der Kirche ausgestellt, aus Anlass der Einweihung der Kirche von Balassagyarmat. Seitdem, zwar der Sarg mehrmals aufgemacht und die Leiche umgezogen wurde, ruht die Reliquie von Sankt Felician in unserer Kirche. Die Stadt erweist ihm Ehre, sein Name wurde an beide der zwei Glocken eingemeißelt. An einer der Glocken, die 1808 gegossen wurde, war zu lesen: „Sankt Felician, ora pro nobis”. Und an einer im Jahre 1889 gegossenen, die 100 kg wiegt, ist derselbe Satz in ungarischer Sprache zu lesen: „Märtyrer Sankt Felician, bete für uns!”

Die Reliquie von Sankt Felician im Glassarg, mit Palmenast in seiner Hand, als das Symbol der Märtyrer.
Am Anfang 1970er Jahren wollte der damalige Dirigent János Varga, dass der Kirchenchor einen Namen aufnehmen würde. Die Idee, den Namen von Sankt Felician aufzunehmen, stammt von Lajos Trizna, der die Wichtigkeit und Echtheit der Reliquie erkannte, die aber damals seinen Kult nicht mehr bewahren konnte. Der Dirigent, János Varga nahm die echte Idee mit Freude, und im Jahre 1977 ließ eine Hymne von Sankt Felician schreiben, mit dem aus unserer Stadt stammenden Frater Dénes Szedő, nach der Weise „O Pater sancte...”.
